Zum Inhalt springen
Solar-Kompass
KarteBundesländerBlogFAQ

MaStR-Nummer: Aufbau, Bedeutung — und wo Sie Ihre finden

Von Maximilian Krug · Veröffentlicht am 18. Juli 2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten

Ob im Schreiben des Netzbetreibers, im Förderantrag oder in der Abrechnung der Einspeisevergütung — irgendwann wird sie abgefragt: die MaStR-Nummer. Viele Anlagenbetreiber wissen dann nicht sofort, welche Nummer gemeint ist und wo sie steht. Dieser Artikel erklärt, was die MaStR-Nummer ist, welche Typen es gibt, wie sie aufgebaut ist — und wie Sie Ihre eigene Nummer in wenigen Minuten finden.

Was ist die MaStR-Nummer?

Die MaStR-Nummer ist das amtliche Kennzeichen, das die Bundesnetzagentur bei der Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) vergibt. Sie identifiziert einen Eintrag im Register eindeutig — vergleichbar mit einem Aktenzeichen. Wichtig zu wissen: Bei der Registrierung einer Photovoltaikanlage entsteht nicht nur eine Nummer, sondern es werden mehrere Nummern für verschiedene Dinge vergeben, denn das Register unterscheidet zwischen Ihnen als Betreiber und Ihrer Anlage als technischer Einheit.

Welche Typen von MaStR-Nummern gibt es?

Am Buchstaben-Präfix erkennen Sie, worauf sich eine Nummer bezieht. Die wichtigsten Typen für Solaranlagen-Betreiber:

  • SEE… — die Einheiten-Nummer: „SEE“ steht für Stromerzeugungseinheit. Diese Nummer identifiziert Ihre konkrete Photovoltaikanlage. Wenn Netzbetreiber oder Förderstellen nach „der MaStR-Nummer der Anlage“ fragen, ist fast immer die SEE-Nummer gemeint.
  • ABR… — die Betreiber-Nummer: „ABR“ steht für Anlagenbetreiber. Diese Nummer identifiziert Sie als Person oder Ihr Unternehmen in der Rolle des Marktakteurs — unabhängig davon, wie viele Anlagen Sie betreiben.
  • EEG-Anlagennummer: Für Anlagen, die eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten, vergibt das Register zusätzlich eine eigene EEG-Anlagennummer. Sie wird vor allem bei der EEG-Abrechnung mit dem Netzbetreiber verwendet.

Wer also eine einzige PV-Anlage betreibt, hat mindestens zwei Nummern: eine ABR-Nummer für sich selbst und eine SEE-Nummer für die Anlage.

So ist die MaStR-Nummer aufgebaut

Alle MaStR-Nummern folgen demselben Schema aus dem Nummernkonzept der Bundesnetzagentur: Sie bestehen aus drei Buchstaben und zwölf Ziffern. Die Buchstaben sind das Präfix (etwa SEE oder ABR), danach folgen eine Versionsziffer, die mit „9“ beginnt, zehn zufällig vergebene Ziffern und zum Abschluss eine Prüfziffer. Eine typische Einheiten-Nummer sieht also so aus: SEE9… gefolgt von elf weiteren Ziffern. Aus der Nummer selbst lässt sich bewusst nichts ablesen — weder Standort noch Anlagengröße —, sie ist ein reines Identifikationsmerkmal.

Wo finden Sie Ihre MaStR-Nummer?

Es gibt drei zuverlässige Wege zur eigenen Nummer:

  • Im MaStR-Benutzerkonto: Melden Sie sich auf marktstammdatenregister.de an. Auf der Startseite Ihres Kontos sehen Sie die Liste Ihrer registrierten Einheiten samt SEE-Nummern; Ihre ABR-Nummer finden Sie bei Ihren Akteursdaten.
  • In der Registrierungsbestätigung: Nach der Registrierung stellt das Register eine Registrierungsbestätigung als PDF bereit — abrufbar im Benutzerkonto neben der jeweiligen Einheit oder in deren Detailansicht. Darin stehen die vergebenen Nummern.
  • Über die öffentliche Registerabfrage: Die Einheiten des MaStR sind ohne Login öffentlich einsehbar. Sie können Ihre Anlage also auch ohne Zugangsdaten wiederfinden — zum Beispiel über die Filter der öffentlichen Registersuche oder komfortabel mit Solar-Kompass (dazu gleich mehr).

Wofür brauchen Sie die Nummer?

Die MaStR-Nummer ist im Alltag eines Anlagenbetreibers erstaunlich oft gefragt: Der Netzbetreiber verwendet sie, um Ihre Anlage eindeutig zuzuordnen — etwa bei der Auszahlung der Einspeisevergütung, die ohne abgeschlossene Registrierung sogar gefährdet sein kann. Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen verlangen die Nummer regelmäßig als Nachweis, dass die Anlage ordnungsgemäß gemeldet ist. Und auch Versicherungen fragen bei der Absicherung einer PV-Anlage häufig danach. Die Registrierung selbst ist ohnehin Pflicht — Details dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Anmeldepflicht für PV-Anlagen. Das gilt übrigens auch für die kleinsten Anlagen: Wie die Meldung beim Stecker-Solargerät abläuft, erklärt unsere Anleitung zum Balkonkraftwerk anmelden.

MaStR-Nummern öffentlich nachschlagen — mit Solar-Kompass

Weil ein großer Teil der Registerdaten öffentlich ist, lässt sich zu jeder registrierten Solaranlage auch die MaStR-Nummer nachschlagen. Mit Solar-Kompass geht das besonders einfach: Filtern Sie den Anlagenbestand nach Postleitzahl oder Ort — die Ergebnistabelle zeigt zu jeder gefundenen Anlage die MaStR-Nummer, dazu Leistung, Inbetriebnahmedatum und weitere Stammdaten, live abgefragt aus dem Register. So finden Sie Ihre eigene Anlage wieder oder verschaffen sich einen Überblick über den Solarbestand in Ihrer Nachbarschaft. Öffnen Sie die Karte und probieren Sie es aus — kostenlos und ohne Anmeldung.

Fazit

Die MaStR-Nummer ist der Schlüssel zu Ihrer Anlage im amtlichen Register: SEE-Nummer für die Einheit, ABR-Nummer für Sie als Betreiber, dazu gegebenenfalls die EEG-Anlagennummer für die Vergütung. Wer weiß, wo die Nummern stehen — im Benutzerkonto, in der Registrierungsbestätigung oder in der öffentlichen Registerabfrage —, hat bei Netzbetreiber, Förderantrag und Versicherung immer die richtige Angabe zur Hand.

Quellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), MaStR-Nummernkonzept und Webhilfe des Marktstammdatenregisters. Registerdaten unter Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Solar-Kompass

Alle Solaranlagen Deutschlands auf einer Karte — live aus dem Marktstammdatenregister. Kostenlos, ohne Login.

Entdecken

KarteBundesländerBlogFAQ

Rechtliches

ImpressumDatenschutz

Datenquelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0

PLZ-Koordinaten: GeoNames (CC BY 4.0) · Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende